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Glagolitische Denkmäler

Die ältesten glagolitischen Denkmäler- Inschriften, Graphite und Gesetzbücher befinden sich in Istrien. Dazu gehören die Inschrift aus Plomin (XI. Jh.) und das Fragment aus Grdoselo (XII. Jh.). Es handelt sich um zwei Steininschriften, die die Grundlage für die Glagolizakunde in Istrien darstellen. Die Buzeština, besonders die Gegend von Roè, Hum, Sovinjak und Buzet ist reich an glagolitischen Inschriften.
Wir erwähnen hier die berühmtesten:

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Humer Grafit
Auf den Wänden der Friedhofskirche des Hl. Hieronymus in Hum findet man ungefähr 40 Graphiten in glagolitischer Schrift. Die meisten stammen aus dem XII.- XV. Jh.. Der älteste ist der sogennante Humer Graphit aus der zweiten Hälfte des XII.Jhs. Dieser befindet sich rechts in der Apsis, auf einer roten Bordur; in der Transkription sollte es heißen:  Für den Schmiedemeister ist alles, man möchte noch eine. (Kovaèa Martina je sve; je vzeta ino ošæe jedna). Der unbekannte Priester notierte die Nummer der abgehaltenen gregorianischen Gottesdienste  für den Schmiedemeister Martin.




DIE GLAGOLITISCHEN INSCHRIFTEN IN HUM
Es gab acht glagolitische Denkmäler in Hum. Das eine wurde auf dem Bogen niedergeschrieben ( auf dem Tryptichon aus Hum aufgeklebt). Das zweite stand auf der Turmglocke von Hum (ist verloren gegangen). Die anderen sind Steininschriften.


DAS STUNDENGEBETBUCH VON VID OMIŠLJANIN (Brevijar Vida Omišljanina)
Liturgisches Gesetzbuch, bestellt für die Kirche des Hl. Bartols in Roè.

DAS MISSALE AUS ROÈ (Roèki misal)
Aus dem XV. Jh., wird in der Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt. Man vermutet, es sei ein Werk von Bartol Krbavac.

DAS MESSALE DES FÜRSTEN NOVAK  (Misal kneza Novaka)
Aus dem Jahr 1368, wurde für die Kirche in Nugla bei Roè im 1405 gekauft. Dieses Messale nützte als Vorlage für das erste kroatische Buch- Messale nach dem Gesetz des römischen Hofes aus 1483. Auch wenn es unbekannt bleibt, wo das Buch gedrückt wurde, man weiß, daß alle Vorbereitungen von den glagolitischen Priestern durchgeführt wurden, und unter denen war auch der Diakon Juri aus Roè.

KVADRIGA DUHOVNIM ZAKONOM, TLMAÈENJE MUKI I KVAREZIMAL
(Viergespann des Glaubensbekenntnisses- Deutung des Märtyrertums-Über die Fastenzeit)

Es handelt sich um drei Werke, die von dem bekannten Glagolitenpriester Šimun Greblo aus Roè, Ende des XV. Jhdts. übersetzt, abgeschrieben und überarbeitet  wurden.