• +385 (0) 52 662 343
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Die Allee der Glagoliten
  • Die Allee der Glagoliten
  • Die Allee der Glagoliten
  • Die Allee der Glagoliten

Es handelt sich um einen spezifischen Denkmal, das im Jahre 1977 entlang der Straße, die aus Roč nach Hum führt, errichtet wurde. Die Allee der Glagoliten ist ein Projekt der Versammlung „Èakavski sabor“. Schöpfer des Projektes war Zvane Črnja, zusammen mit dem Prof.Dr. Josip Bratuliæ und dem Bildhauer Želimir Janeš. Die Allee startet bei Roč mit der Gedenksäule, die dem „Čakavski sabor“ gewidmet ist. Die ganze Allee erstreckt sich in Form des glagolitischen Buchstabens „S“und symbolisiert die erste slawische Schrift und den Beginn der slawischen Schreibkunde. Die restlichen zehn Skulpturen- Denkmäler sind: Tisch von Kyrill und Method, Bank von Climent aus Ohrid, Aussichtspunkt des Grgur Ninski, Glagolitisches Lapidarium, Engpass des kroatischen Lucidars, Aufstieg der Rechtsvorschrifts „Istarski razvod“, Wand der kroatischen Protestanten und Häretiker, Rastplatz des Diakons Juri, Wiederstand- und Freiheitsgedenksäule, Stadttor von Hum.

Plan der Allee mit Auflistung der Kennzeichen:

Säule des Parlaments «Čakavski sabor» - Kennzeichen in Form des glagolitischen Buchstabens S, welches die erste slawische Schrift und die Anfänge der slawischen Schriftkunde symbolisiert

Tisch von Cyril und Method – Bezeichnung, welche gleichzeitig auch am Tischrand in lateinischer, cyrilischer und glagolithischer Schrift eingeschrieben ist. Neben dem Tisch wurden auch zwei Zypressen eingepflanzt, welche die Heiligen Brüder Cyril und Method symbolisieren.

Sitz von Kliment Ohridski – Kliment Ohridski, dem lobenswertesten Schüler und Nachfolger von Cyril und Method, gewidmet.

Glagolithisches Lapidarium – in die Wand wurden glagolithische Sinnbilder eingebaut, welche glagolithischen Inschriften aus Istrien, von den Kvarnerinseln, sowie aus Dalmatien darstellen.

Engpass des kroatischen Lucidar – Kennzeichen, gewidmet dem kroatischen Lucidar, einer mittelalterlichen Enzyklopädie, welche auch unsere Glagolithen benutzten.

Aussichtsturm von Grgur Ninski – steinerner Block auf welchem das Alphabet auf lateinischer, cyrilischer und glagolithischer Schrift eingemeißelt ist.  

Anstieg des «Istarski razvod» (rechtliches Dokument) – der «istarski razvod» ist eine Ansammlung an Dokumenten aus dem 13. und 14. Jahrhundert über die Abgrenzung des Besitzes der feudalen Herrscher Istriens, der aquiläischen Patriarchen, des Fürstentums von Pazin und Venedig. Das Denkmal-Kennzeichen setzt sich aus steinernen Blöcken, in Form von glagolithischen Buchstaben gemeißelt, zusammen und man kann die Bezeichnung «istarski razvod» daraus lesen.

Wand der kroatischen Protestanten und Häretiker – steinerne Wand in deren Mitte im steinernen Block der glagolithische Buchstabe S eingemeißelt ist und in deren oberem Teil die Namen bekannter kroatischer Protestanten und Häretiker eingeschrieben sind. In die Wand sind ebenfalls sieben steinerne Platten mit Zitaten aus deren Werken eingebaut.

Raststätte des Žakan Juri – Kennzeichen, Žakan Juri, einem istrischen Glagolithen, gewidmet, welcher im Messbuch des Fürsten Novak aus dem Jahr 1368 den Druck des ersten kroatischen gedruckten Buches ankündigte -  einem Messbuch anhand des Gesetzes des römischen Hofes aus dem Jahr 1483. Sieben steinerne Würfel, welche an Schablonen für das manuelle Schlichten von Büchern erinnern, schreiben žakan Juri.

Denkmal des Widerstands und der Freiheit – setzt sich aus drei steinernen Blöcken, einer auf dem anderen, zusammen. Jeder einzelne Block symbolisiert eine historische Ära: Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Alle drei Blöcke zusammen symbolisieren den Widerstand der Bewohner der Gegend von Hum und das ständige Bestreben nach Friede und Freiheit.

Tor von Hum – aus Kupfer gemacht, mit Handgriffen in Form von Ochsenhörnern. Auf zwei Türklopfern sind Willkommensworte eingeschrieben. Im oberen Teil des Tors befindet sich ein Kalendarium in Form von halbrund angebrachten Medaillons mit Ansichten aus dem Landleben nach Monaten geordnet.

Autor des Textes Miroslav Sinčić


Glagolitische Denkmäler

Die ältesten glagolitischen Denkmäler- Inschriften, Graphite und Gesetzbücher befinden sich in Istrien. Dazu gehören die Inschrift aus Plomin (XI. Jh.) und das Fragment aus Grdoselo (XII. Jh.). Es handelt sich um zwei Steininschriften, die die Grundlage für die Glagolizakunde in Istrien darstellen. Die Buzeština, besonders die Gegend von Roè, Hum, Sovinjak und Buzet ist reich an glagolitischen Inschriften.
Wir erwähnen hier die berühmtesten:

HUMER GRAFIT


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Cvergla blog

Auf den Wänden der Friedhofskirche des Hl. Hieronymus in Hum findet man ungefähr 40 Graphiten in glagolitischer Schrift. Die meisten stammen aus dem XII.- XV. Jh.. Der älteste ist der sogennante Humer Graphit aus der zweiten Hälfte des XII.Jhs. Dieser befindet sich rechts in der Apsis, auf einer roten Bordur; in der Transkription sollte es heißen:  Für den Schmiedemeister ist alles, man möchte noch eine. Der unbekannte Priester notierte die Nummer der abgehaltenen gregorianischen Gottesdienste  für den Schmiedemeister Martin.

DIE GLAGOLITISCHEN INSCHRIFTEN IN HUM
Es gab acht glagolitische Denkmäler in Hum. Das eine wurde auf dem Bogen niedergeschrieben ( auf dem Tryptichon aus Hum aufgeklebt). Das zweite stand auf der Turmglocke von Hum (ist verloren gegangen). Die anderen sind Steininschriften.

DAS STUNDENGEBETBUCH VON VID OMIŠLJANIN (Brevijar Vida Omišljanina)
iturgisches Gesetzbuch, bestellt für die Kirche des Hl. Bartols in Roč.

DAS MISSALE AUS ROČ (Ročki misal)
Iz XV. stoljeća, čuva se u Nacionalnoj knjižnici u Beču (Austrija). Napisao ga je vjerojatno Bartol Krbavac.

DAS MESSALE DES FÜRSTEN NOVAK  (Misal kneza Novaka)
Aus dem Jahr 1368, wurde für die Kirche in Nugla bei Roè im 1405 gekauft. Dieses Messale nützte als Vorlage für das erste kroatische Buch- Messale nach dem Gesetz des römischen Hofes aus 1483. Auch wenn es unbekannt bleibt, wo das Buch gedrückt wurde, man weiß, daß alle Vorbereitungen von den glagolitischen Priestern durchgeführt wurden, und unter denen war auch der Diakon Juri aus Roè.

KVADRIGA DUHOVNIM ZAKONOM, TLMAČENJE MUKI I KVAREZIMAL
(Viergespann des Glaubensbekenntnisses- Deutung des Märtyrertums-Über die Fastenzeit)

Es handelt sich um drei Werke, die von dem bekannten Glagolitenpriester Šimun Greblo aus Roè, Ende des XV. Jhdts. übersetzt, abgeschrieben und überarbeitet  wurden.

 


  • Heimatmuseum
  • Heimatmuseum
  • Heimatmuseum

Gegründet im 1961 und bis zum 1975 selbständige Betätigung. Es hat den Charakter des Städtischen- und Heimatmuseums erhalten, so dass die Sammlungen hauptsächlich aus dem Inventar bestehen, das auf dem Gebiet von Buzet gesammelt wurde. Das Heimatmuseum befindet sich in der Altstadt im Bigattopalast, einem Gebäude aus dem Jahr 1639. Es besteht aus einer Dauerausstellung der archäologischen Sammlungen mit einem Lapidarium und aus ethnologischen Sammlungen. Galerien für gelegentliche Malereiausstellungen und Konzerte sind auch vorhanden. Außerdem kann man im Museum die Ausstellung des „Antifaschistischen Kampfes in der Buzeština“ besichtigen, wie auch die Ausstellung „Kastell Petrapilosa-Freskenfragmente aus dem Kirchlein der Hl. Maria Magdalena“.

Das Heimatmuseum verfügt über einen Saal für gelegentliche Ausstellungen, Räume für traditionelle Werkstätte, eine Bibliothek und Phonothek.
Das schönste Exemplar des Museums ist ohne weiteres der Buzeter Ohrring.
Öffnungszeit Juli & August: 09-15 Uhr, 17-20Uhr; samstags und sonntags 09-12Uhr.
Telefon 00385 52 662-792, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Eintrittskarten:
Erwachsene- 15,00 kn
Kinder- 10,00 kn
Gruppenpreis- 10,00 kn (pro Pers.)

Alte Werkstätten
Besuchen sie die erhaltenen alten Werkstätte im Rahmen des Heimatmuseums von Buzet.

Kamm-Werkstatt (cesljaonica)
Enthält die Maschine mit manuellem Antrieb, auf der man Kämme aus Ochsengeweih produzierte und glättete. Hier kann man altes Werkzeug und Produkte sehen. Das ist eine einzigartige Kammwerkstatt in Istrien.

Schmiede- und Wagner-Werkstatt
Enthält altes ursprüngliches Werkzeug und Gegenstände, die in dieser Werkstatt hergestellt wurden. Die Werkstatt befindet sich im authentischen Gebäude, der einstigen Stadtschmiede.

Die alte städtische Bäckerei
Sie befindet sich im authentischen Gebäude und verfügt über einen alten Ofen, wo man einst Brot und andere Bäckereiprodukte backte.


  •  Über die Glagoliza

Die Glagoliza ist die älteste slawische Schrift, die sich nur bei den Kroaten erhalten hat, am längsten in Istrien und in dem Küstengebiet Kroatiens, hauptsächlich zu liturgischen Zwecken. Bis in den zwanziger Jahren las man und sang man aus den Büchern in glagolitischer Schrift, in altslawischer Sprache kroatischer Redaktion. Für Jahrhunderte haben die glagolitischen Priester durch ihre Schaffung die istrische Kultur und Literatur stark geprägt. In der Zeit der Blüte der Glagoliza galten Hum und Roc  als Hauptzentren dieser Kultur. Auch wenn es sich um eine liturgische Schrift handelte, schrieb man    Testamente, Verwaltungsdokumente, amtliche Bescheinigungen, Verträge, notarielle Beurkundungen, usw. in dieser Schrift nieder. Dank dieser Schrift und dem Werk der Glagoliter, könnte der bisher unerzogene mittelälterliche Pöbel auf dem Lande , auch wenn nur  teilweise, von den europäischen Errungenschaften der eigenen Zeitgenossen Kenntniss bekommen.


  • Kirche des Hl. Geistes

Es handelt sich um das interessanteste Sakralgebäude des Buzeter Dechanats, da es durch sogar drei Epochen und Bauphasen definiert ist. Der älteste Teil ist das rechteckige romanische Schiff. Später wurde auf der östlichen Seite ein spätgotisches Sanktuarium aufgebaut. In den Apsiden befinden sich schöne gotische Spitzbogenfenster mit einem reichem Netzwerk und originalem Glas, was selten in Istrien zu finden ist.
Während der dritten Phase der Konstruktion wurde in der südlichen Seite eine Sakristei im Renaissancestil zugefügt. Während des XVII. Jh. wurde eine größere barocke Vorhalle, mit einem ungewöhnlichen Grundriss gebaut und mit einem fächerförmigen Dach. Eine besondere Einzelheit im Inneren der Kirche ist gewiss das Sanktuarium mit einem rippenförmigen Gewölbe, das sternförmig gestaltet ist. Diese Variante des Gewölbes ist ein einzigartiges Beispiel in der ganzen Region.